Robert von Olberg

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„Der OB sollte zum Runden Tisch studentisches Wohnen einladen“

von Olberg, Schule2, Foto: patroehring.deRobert von Olberg, Vorsitzender und Bundestagskandidat der SPD Münster

„Gleich zwei schlechte Nachrichten für Studierende in Münster auf einen Streich: Das Studierendenwerk sucht händeringend bezahlbare Immobilien, die es an Studierende weitervermieten kann, und so wenig Studierende wie seit vielen Jahren nicht erhalten Bafög“, fasst SPD-Bundestagskandidat Robert von Olberg zusammen. „Beide Nachrichten muss die Politik als dringenden Weckruf verstehen.“

 

„Es ist jetzt nötig, dass der Oberbürgermeister schnell alle Akteure der Immobilienwirtschaft, BImA und Studierendenwerk in Münster an einen Tisch holt. Beim Runden Tisch studentisches Wohnen muss dann ausgelotet werden, welche Immobilien das Studierendenwerk zu verträglichen Konditionen nutzen kann, um sie an Studierende preisgünstig weiterzuvermieten. Wenn das nicht passiert, droht in der Hochschulstadt der endgültige wohnungspolitische Kollaps“, meint von Olberg. Gleichzeitig erinnert er an einen Ratsantrag der SPD, der auf die Schaffung von Wohnheimen für Auszubildende ziele. „Auch für Azubis hat der OB einen Arbeitsauftrag von uns erhalten. Wir erwarten, dass sich auch da endlich etwas bewegt“, so von Olberg.

 

Das Studierendenwerk Münster hatte jüngst darauf hingewiesen, dass es immer schwerer falle, in Münster geeignete Immobilien zu finden, in denen es Wohnungen an Studierende für kleines Geld weitervermieten könne. Grund dafür sei vor allem, dass die Konditionen für das Studierendenwerk selbst immer ungünstiger würden. Wenn es immer weiter steigende Preise zahlen müsse, könne es kaum noch für Studierende verträgliche Mieten festsetzen. Diese würden zwangsläufig ebenfalls weiter steigen. In dem Zusammenhang wies das Studierendenwerk auch auf schleppende Verhandlungen mit der Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (BImA) hin.

 

Mit Blick auf die Bundesebene wiederholt von Olberg daher seine Forderung nach Änderung des BImA-Gesetzes: „Die BImA muss auch in Zusammenarbeit mit den Studierendenwerken ihrer Verantwortung für ausreichend bezahlbaren Wohnraum gerecht werden. Eine Änderung ihrer gesetzlichen Grundlagen muss auch das studentische Wohnen in den Hochschulstädten besser fördern.“

 

„Wenn nur noch 18 Prozent der Studierenden in Deutschland Bafög beziehen – so wenige wie seit Anfang der 1990er Jahre nicht mehr -, dann erhöht sich der Kostendruck für Studierende, die kaum noch preiswerte Wohnungen finden, weiter. Wir müssen daher die Höhe des Bafögs laufend an die tatsächliche Entwicklung der Lebenshaltungskosten anpassen und den Kreis der Bezugsberechtigten ausweiten, damit mehr Studierende diese wichtige Unterstützungsleistung erhalten. Das ist ein aktiver Beitrag für mehr Chancengleichheit in der Bildung“, erklärt von Olberg abschließend.